Beratung, die zuerst prüft, ob sie hilft.
Nicht jede schwierige Lage braucht Begleitung. Manche löst sich, sobald jemand das Ziel klar benennt. Andere sind für Begleitung gar nicht zugänglich, weil eine Seite die Veränderung in Wahrheit nicht will. Diese Unterscheidung steht bei uns am Anfang — nicht am Ende einer teuren Schleife.
Wir arbeiten mit Konflikten in Organisationen — zwischen Bereichen, zwischen Hierarchieebenen, im Führungskreis, zwischen Gesellschaftern — und ebenso mit Konflikten zwischen Organisationen, etwa in Kooperationen, Gemeinschaftsunternehmen oder Lieferbeziehungen.
Zwei Fragen entscheiden alles.
Damit Menschen ihre Handlungen ändern, brauchen sie zweierlei: Fähigkeiten — Wissen und Erfahrung — und Bereitschaft — Wille und Werte. Fehlt eines von beidem, ändert sich nichts. Aus den beiden Fragen ergeben sich vier Zustände.
Problem
Die Beteiligten wollen, sehen aber keinen Weg. Hier ist Begleitung sinnvoll und möglich — das ist der Ort von Mediation und Coaching.
Lösung
Wer etwas ändern will und es auch kann, tut es einfach. Begleitung ist nicht erforderlich. Wir sagen das auch, wenn wir es feststellen.
Symbiose
Der unbefriedigende Zustand wird gehalten, weil er einen verdeckten Gewinn trägt. Begleitung zum eigentlichen Ziel ist nicht möglich, solange das so bleibt.
Änderungsintervention
Nicht aufgeben, sondern den Zustand selbst zum Thema machen: ernst nehmen, zur versuchsweisen Teilnahme einladen, das Verfahren in Frage stellen — oder den legitimen Eingriff der Führungskraft anregen.
„Wer will, findet Wege; wer nicht will, findet Gründe." Fehlt die Bereitschaft, lohnt es nicht, über Fähigkeiten nachzudenken. Deshalb steht diese Prüfung bei uns vorn.
Vier Arbeitsebenen.
Viele Organisationen nutzen für eine bestimmte Veränderung eine kurze Prozessbegleitung mit Einzelmaßnahmen — eine Mediation, einen Workshop. Damit daraus tatsächlich veränderte Handlungen werden, arbeiten wir auf vier aufeinander aufbauenden Ebenen.
Kontext klären
Klarheit über den zu erreichenden Soll-Zustand, Sicherstellung rollenkonformen Führungshandelns, Beschreibung von Aufgaben und Verantwortungen aller Beteiligten, Briefing der Führungskräfte für den Prozess.
Bereitschaft klären
Kennen die Beteiligten Grenze und Spielfeld? Wollen sie das Soll auch erreichen? Und lassen sie sich durch den Prozess führen?
Ergebnisse erarbeiten
Situation erfassen, Lösungen entwickeln, den Transfer in den Alltag mit einem konkreten Handlungsplan sichern.
Ergebnisse umsetzen
Den Handlungsplan umsetzen, die erreichten Veränderungen gemeinsam bewerten, den Prozess fortführen — in Eigenregie oder mit Unterstützung.
Ein Rückschritt auf eine frühere Ebene ist dabei ausdrücklich vorgesehen, wenn der Handlungsrahmen nicht mehr trägt.
Koproduktion, nicht Dienstleistung.
Eine gelingende Prozessbegleitung ist immer eine Koproduktion von Führungskräften, Beteiligten und Begleitung. Deshalb beziehen wir alle Beteiligten in den Prozess und seine Gestaltung ein — und deshalb können wir kein Ergebnis versprechen, das ohne Sie zustande käme.
Wo unsere Rolle endet
Wir sorgen für den Zustand, in dem eine Einigung möglich wird. Was die Beteiligten darin dann tatsächlich vereinbaren, ist ihre Sache — dafür sind sie die Fachleute, nicht wir. Diese Grenze halten wir bewusst ein. Wer sie überschreitet, nimmt den Beteiligten die Verantwortung für ein Ergebnis ab, das sie anschließend im Alltag selbst tragen müssen. Genau daran scheitern Begleitungen, die zunächst gut aussehen.
Umgekehrt heißt das auch: Stellen wir fest, dass Begleitung nicht hilft, sagen wir das — und rechnen nicht weiter ab. Wie weit unser Einfluss reicht und woran wir einen Prozess bewusst abbrechen, steht unter sicher scheitern.
Wenn es nicht warten kann.
Steht die Arbeit still, weil ein Konflikt eskaliert ist, hilft kein Angebot mit Wochen Vorlauf. Dafür gibt es teamfixx® — ein Verfahren, das ein Team in Stunden wieder arbeitsfähig macht.
In allen anderen Fällen beginnen wir mit einem kostenfreien Erstgespräch. Fachlicher Hintergrund zu Konfliktdynamik, Mediation und Konfliktkompetenz findet sich in unserer Literaturübersicht.