Perspektivwechsel für Mediatoren
Wie die Auftragsakquisition erfolgreicher wird.
Thomas Robrecht
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 30 · Dezember 2007
Zusammenfassung
Rund fünfzehntausend nach BM-Standards ausgebildete Mediatorinnen und Mediatoren stehen einer geringen Nachfrage gegenüber. Ein großes Angebot hervorragender, qualitätsgesicherter Dienstleistung drängt sich um wenige Aufträge — nur für einen Bruchteil leistet die Mediation einen unmittelbaren Beitrag zur finanziellen Existenzsicherung.
Thomas Robrecht schildert den eigenen Weg aus dieser Lage. Zu Beginn seiner freiberuflichen Tätigkeit stellte seine Öffentlichkeitsarbeit die Methode dar. Das erzeugte durchaus Aufmerksamkeit, aber kaum Aufträge; es blieb bei netten Gesprächen, die unter vier Augen viel Tiefgang haben konnten.
Der Perspektivwechsel liegt in der Sicht der Suchenden. Sie fragen nicht nach einem Verfahren, sondern nach jemandem, der einen Konflikt wegmacht — vergleichbar dem Zahnarztbesuch, der so lange hinausgezögert wird, bis es nicht mehr anders geht. Wer das ernst nimmt, wirbt anders. Für SOKRATeam besteht inzwischen ein nennenswerter Teil der Einnahmen aus Mediationen, die von selbst zustande kommen.
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