Hype 4.0
Ist 4.0 innovativ?
Karl Kreuser
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 71 · Februar 2018
Zusammenfassung
Es scheint zu genügen, sein Thema mit dem Zusatz „4.0" zu versehen, um sich innovativ zu wähnen. Karl Kreuser stellt die naheliegende Rückfrage: Wer von 4.0 spricht, sollte auch erläutern können, was „1.0" bis „3.0" in ihrem Wesen ausgemacht hat.
Sein Befund ist unaufgeregt. Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen bleiben; geändert hat sich die Art und Weise, wie sie zustande kommen. Und: Es gibt keinen linearen Zusammenhang zwischen Spaß und Ergebnis — Formate wie das BarCamp sind kein Allheilmittel. Es gilt, der Vernunft zu folgen und nicht der Mode.
Dass Verantwortliche sich fragen, zu welchen Zukunftsthemen sie Workshops veranstalten sollen, ist ein guter Anfang. Nur muss dann auch die in der Welt 3.0 bewährte Form des Workshops daraufhin geprüft werden, ob sie für das Thema 4.0 überhaupt taugt.
Für Personalarbeit heißt das: 4.0 mag bei einer App beginnen, muss sich danach aber konsequent durch die gesamte Struktur eines Unternehmens fortsetzen — mit einem tiefgehenden Verständnis für Chancen und Notwendigkeiten, ohne Idealisierung und ohne Schreckgespenster.
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