Denn sie wissen, was sie tun…
Rollenklarheit bei Mediation in Organisationen.
Karl Kreuser
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 47 · Juli 2012
Zusammenfassung
Organisationen haben Mediation lange kritisch und mit Abstand beäugt. Inzwischen bestehen in vielen Unternehmen Ombuds- oder Schiedsstellen, und es wird im betrieblichen Alltag normaler, bei Konflikten Mediation einzusetzen.
Karl Kreuser benennt die Bedingung dafür, dass das gelingt. Organisationen funktionieren nach besonderen Prinzipien; Mediation muss diese kennen und beachten, um nicht anzuecken oder in ihrer Wirkung zu verpuffen. Die Herausforderung liegt darin, ihre Besonderheiten nicht den unternehmerischen Notwendigkeiten zu opfern.
Umgekehrt gilt dasselbe: Mediation ist kein Allheilmittel, das die Reparatur von Mitarbeitenden garantiert, wenn diese nicht richtig funktionieren. Auch die Organisation, die Mediation nutzen will, sollte deren Eigenarten, Möglichkeiten und Grenzen kennen.
Rollenklarheit ist die Voraussetzung gelungener Zusammenarbeit — damit Mediation unter Mitarbeitenden nicht zur Kompensation von Entscheidungsschwäche gerät oder zur Symptombekämpfung eines Streits unter den Chefs.
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