Eskalationsstufen als Stolperfalle?
Wie im Kontext »Unternehmen« der Verzicht auf eine Konfliktanalyse zur Ressource wird.
Thomas Robrecht
In: mediationaktuell.de · November 2018
Zusammenfassung
Zur Analyse von Konflikten stehen zahlreiche Unterscheidungshilfen bereit: die neun Eskalationsstufen, Konflikttypen, heiße und kalte Konflikte. Thomas Robrecht beschreibt eine Bearbeitungsform, die im Kontext „Unternehmen" ohne solche Analyse deutlich schneller zu nachhaltigen Lösungen führt.
Sein Ausgangspunkt ist eine ehrliche Erfahrung. Die Denkwelt der neun Eskalationsstufen ließ sich leicht kognitiv erfassen — sie beschreibt vertraute Phänomene. Der Versuch, sie für das eigene praktische Handeln als Mediator zu erschließen, scheiterte kläglich. Jedes Mal, wenn die richtige Stufe endlich identifiziert schien, kamen Zweifel: Manche Konflikte schienen weiter oben zu stehen, andere weiter unten. Und ihre Position war nicht verlässlich — je nach Situation bewegten sie sich auf der Leiter nach oben oder unten und blieben nicht stehen.
Der Beitrag zieht daraus keine Kritik an der Analyse als solcher, sondern eine praktische Folgerung: Im Unternehmenskontext wird der Verzicht darauf zur Ressource.
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