Der Nutzen der mediativen Perspektive für Führungskräfte
Was den Unterschied macht.
Thomas Robrecht
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 47 · Oktober 2012
Zusammenfassung
Organisationen profitieren von mediativem Handeln — und das beschränkt sich nicht auf die „eigentliche" Mediation im Konfliktfall. Auch für Führungskräfte ist die mediative Perspektive in vielen Situationen eine nützliche Handlungsalternative.
Thomas Robrecht setzt bei einer Tatsache an, die selten ausgesprochen wird: Erfolgreiche Führungskräfte erzeugen mit jeder ihrer Entscheidungen zugleich Konflikte. Genau deshalb zählt die mediative Perspektive zum wirkungsvollsten Handwerkszeug, um unerwünschte Eskalation vorzubeugen.
Der Beitrag beschreibt die Perspektive selbst, die Strukturzustände im Konflikt und ihre Anwendbarkeit auf Führungsaufgaben. Ein Kern davon: Solange die Beteiligten ihre Positionen austauschen können, ohne dabei eine Begrenzung zu erleben, bleibt der Streit unproblematisch. Fehlt emotionale Belastung, fällt es leicht, Wege im Umgang mit dem Konflikt zu finden. Sind die Gemüter erhitzt, verengt sich der Möglichkeitsraum — und die Lage verschärft sich von selbst.
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