Führung 4.0: Mediation statt Führungsseminare?
Diskurs über einen Paradigmenwechsel.
Karl Kreuser
In: mediationaktuell.de · März 2019
Zusammenfassung
„Shared leadership" will Führung nicht abschaffen. Die notwendige Funktion Führung soll durch Selbstorganisation im Team wahrgenommen werden statt durch vorab bestimmte hierarchische Führungskräfte. Karl Kreuser fragt konsequent weiter: Wenn es keine Führungskräfte mehr gibt — sind dann auch Führungsseminare obsolet?
Sein Kernsatz trennt sauber, was oft vermengt wird: Führung ist notwendig, Führungskräfte sind es nicht. Wird das konsequent gelebt, ist es ein Paradigmenwechsel. Führung ist dann kein Konsumprodukt mehr, das von Führungskräften hergestellt und von Mitarbeitenden verbraucht wird.
Daraus folgt die praktische Konsequenz. Herkömmliche Führungsseminare wenden sich ausschließlich an Führungskräfte — auch die innovativen Angebote, ein Team in Zeiten von Agilität und New Work zu leiten. Teams, die sich partizipativ selbst führen, brauchen stattdessen Anleitung bei der Umsetzung und im Umgang mit Grenzen. Mediative Begleitung ist dafür eine echte Alternative.
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