Freiwilligkeit Teil 2
Der freie Wille.
Karl Kreuser
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 76 · Mai 2019
Zusammenfassung
Freiwilligkeit ist eine Bedingung von Mediation: die autonome Bereitschaft, sich auf das Verfahren einzulassen und zu einem selbstverantworteten Konsens beizutragen. Der erste Teil zeigte, wie Wille und Werte diese Bereitschaft hervorbringen. Der zweite fragt, wie der freie Wille entsteht, den Mediation voraussetzt.
Karl Kreuser führt den Willen als „Movens" ein — als etwas, das zu Handlung anstiftet. Damit handlungsleitende Werte überhaupt wirksam werden, muss eine treibende Kraft hinzukommen.
Sein wichtigster Vorbehalt: Eine bloße Reaktion auf äußeren Handlungsdruck ist noch kein Zeichen von freiem Willen. Ebenso wenig lässt sich der Wille auf innere Triebkräfte reduzieren, wie sie durch Kälte, Schmerz, Rausch oder Hunger entstehen — eine solche Verkürzung würde uns zu biochemischen Junkies machen. Und schließlich sind Umsetzungskompetenz und Wille keine milden Verlaufsformen von Hyperaktivität.
Mehr dazu
Alle Veröffentlichungen von SOKRATeam finden Sie in der Literaturübersicht — 24 Bücher und Buchbeiträge sowie 68 Fachartikel.
Wenn Sie das Thema in Ihrer Organisation beschäftigt: Das Erstgespräch ist kostenfrei.