Paradigmenwechsel der Mediation, Teil 2
Warum Mediation eine eigenständige Profession ist.
Karl Kreuser
In: mediationaktuell.de · März 2018
Zusammenfassung
Im zweiten Teil des Aufrufs an Verbände und Mediatorinnen begründet Karl Kreuser, warum Mediation eine eigenständige Profession ist — und welche äußeren Merkmale und welche innere Haltung dafür nötig sind.
Der Kern ist ein Satz, der die übliche Dienstleistungsvorstellung umkehrt: Mediation ist nichts, das Mediatorinnen und Mediatoren herstellen und das vom Klientensystem konsumiert wird. Sie entsteht in kollektiver Koproduktion aller Beteiligten im Mediationssystem.
Daraus folgt die zweite Bestimmung: Mediation ist Verfahren und Medium zugleich. Gewisse Qualitäten entstehen erst im tatsächlichen Prozess, in kreativer Koproduktion zwischen Mediation und Klientel — sie lassen sich nicht vorab herstellen und mitbringen.
Der Beitrag setzt fort, was Thomas Robrecht in Teil 1 begonnen hat: den Diskurs über Mediationsqualität wegzuführen von der Frage nach der Zahl der Ausbildungsstunden und hin zur Ermittlung von Kompetenzen.
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