Gewaltfreie Kommunikation für Ortsfremde
Türöffner für GfK im Business-Kontext.
Thomas Robrecht
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 28 · Dezember 2006
Zusammenfassung
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg ist unter Kommunikations- und Konfliktprofis längst bekannt: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte gehören zum Standard zahlreicher Mediationsausbildungen. Im Alltag bleibt dieser wertvolle Wegweiser dennoch oft ungenutzt — die verlangte Auseinandersetzung mit sich selbst ist für viele ungewohnt, ihr Sinn nicht ohne Weiteres erkennbar, und die Form bleibt gewöhnungsbedürftig.
Thomas Robrecht beschreibt die Hürden aus der Sicht derer, die er „Ortsfremde" nennt. Wer ein Gefühl benennen soll und dabei ein Nicht-Gefühl erwischt, macht sein Scheitern sichtbar; im günstigsten Fall folgt eine abwertende Gegenreaktion, unter Kundigen eine gewaltfreie und erbarmungslose Spiegelung des eigenen kommunikativen Versagens. Noch schmaler ist der Grat beim Bedürfnis, das im deutschen Sprachraum schnell als Bedürftigkeit gelesen wird.
Der Beitrag schildert seine Entdeckungsreise auf der Suche nach Wegen, die Gewaltfreie Kommunikation auch dort anschlussfähig zu machen, wo ihre Sprache fremd ist.
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