Kollegiale Beratung
Mit- und voneinander Lernen durch Reflexion von Fallarbeit.
Thomas Robrecht
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 23 · März 2005
Zusammenfassung
Die Kollegiale Fallberatung nutzt die Intelligenz einer Gruppe, um Fallgeberinnen und Fallgebern in sechzig bis neunzig Minuten Klarheit über ihre nächsten stimmigen Schritte zu verschaffen. Thomas Robrecht beschreibt Voraussetzungen, Rollen und Ablauf — und wirbt ausdrücklich dafür, die Methode häufiger zu nutzen, als es üblich ist.
Entscheidend sind wenige, aber harte Bedingungen. Es braucht eine klare Rollenverteilung, einen eindeutigen Auftrag an die Moderation samt der Erlaubnis, Struktur und Zeiten der einzelnen Schritte einzuhalten, eine Gruppe mit tragfähiger Vertrauensbasis und eine von Respekt und gegenseitiger Wertschätzung getragene Grundhaltung.
Ein praktischer Hinweis, der leicht übersehen wird: Während der Durchführung ist die Diskussion über die Methode zu vermeiden. Sie gehört in den Anschluss — dort ist sie sinnvoll, um beim nächsten Mal besser zu werden.
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