Erstgespräch
Fachartikel

Mediation 4.0

Wie der Paradigmenwechsel in der Praxis gelingt.

Thomas Robrecht
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 71 · März 2018

Worum es geht

Zusammenfassung

Für die Wirtschaft liegt der Mehrwert von Mediation darin, dass die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt wird. Dafür nutzt sie eine Prozesslogik, die Verständigung fördert. Nimmt die Komplexität zu — Industrie 4.0, Multikulturalität —, stößt diese Logik schnell an eine Grenze: Der erforderliche Zeitbedarf überfordert Geduld und Bereitschaft der Beteiligten.

Thomas Robrecht führt den Alltag als Zeugen an. Die Bereichsleiterin eines Münchner Hightech-Unternehmens runzelt die Stirn: Mehr Zeit ist nicht drin, sie muss reichen, damit die Kooperation wieder funktioniert — kriegen Sie das hin? Anforderungen dieser Art nehmen zu, und zum chronischen Zeitmangel gesellen sich weitere Phänomene.

Mediation 4.0 setzt deshalb auf eine Prozesslogik, die Arbeitsfähigkeit leichter und schneller herstellt und damit Attraktivität und Akzeptanz von Mediation erhöht. Umsonst ist das nicht zu haben: Damit sind einige Paradigmenwechsel verbunden. Erfolgreiche Mediatorinnen und Mediatoren passen ihre Dienstleistung diesen Phänomenen an — nur so bleiben sie im Markt.

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