Mediation anders denken
Mediation braucht Paradigmenwechsel.
Karl Kreuser
In: Perspektive Mediation 2/2018 · April 2018
Zusammenfassung
Im Juli 2017 erschien der Bericht der Bundesregierung über die Auswirkungen des Mediationsgesetzes und über die Situation der Aus- und Fortbildung der Mediatoren. Er löste kontroverse Diskussionen aus, vor allem in den Verbänden.
Karl Kreuser fasst die Befunde nüchtern zusammen: wenig Anwendung von Mediation, geringe Verdienstchancen, eine Zertifizierung der Ausbildung, die für die Klientel nicht relevant erscheint, und keine Erfolgsgarantie. Gemessen an der Nachfrage besteht ein Überangebot.
Letztlich, so seine These, lässt sich die gesamte Diskussion auf eine einzige Frage zurückführen: Was ist Mediation? In den Antworten zeigen sich zwei Denkrichtungen mit unterschiedlichen Paradigmen — aus Sicht vieler Mediatorinnen und Mediatoren geht es um besseren Marktzugang, aus Sicht der Klientel um höheren Nutzen und Erfolg.
Der Beitrag zeigt, wie sich Mediation als Profession denken lässt, und arbeitet dafür mit den Begriffen Problem, Lösung, Symbiose und Freiwilligkeit.
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