Mediation ist die Fortsetzung von Kommunikation mit anderen Mitteln
Mediation aus der Perspektive von Jürgen Habermas.
Karl Kreuser
In: Perspektive Mediation, Heft 1/2021 · Februar 2021
Zusammenfassung
Mediation ist etwas anderes als das bloße Anwenden mediativer Techniken. Sie bedarf einer mediativen Haltung — letztlich eines verinnerlichten Ideals, um sich vom rein methodischen Gebrauch abzuheben.
Karl Kreuser interpretiert Mediation deshalb aus der philosophischen Perspektive von Jürgen Habermas. Auch dessen Gesellschaftstheorie bringt ein Ideal mit ein; das macht den Vergleich lohnend. Habermas will die Entwicklung der modernen Zivilisation nachzeichnen, das Projekt der Moderne — politische Theorie also, die sich der Frage nach Mediation von der Gesellschaft her nähert. Gedanklich passt sie zu Grundanliegen der 68er-Generation und der Friedensbewegung.
Eine Entsprechung lässt sich ohne Abstriche übertragen: Mediation endet mit einer Absichtsbekundung zu künftig verändertem Handeln, und Erreichtes wird in weiteren Diskursen bestätigt und verfestigt.
Der Beitrag arbeitet mit den Begriffen des besseren Arguments, des herrschaftsfreien Diskurses, des kommunikativen Handelns und der Vernunftdimensionen.
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