Mediation (k)eine Profession?
Der Preis des Erwachsenwerdens.
Thomas Robrecht
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 48 · Oktober 2012
Zusammenfassung
Wird Mediation als Profession betrachtet, geht es um weit mehr als um Haltung und Methoden. Erforderlich ist die umfassende Integration der Rahmenbedingungen jenes Kontextes, der Mediation nachfragt.
Thomas Robrecht führt den Weg zur Professionalisierung deshalb über die „Fach-Mediation" — und blickt dafür über den Tellerrand auf die Professionen der Ärzte und Juristen. Dort ist der fachliche Bezug unverzichtbarer Bestandteil der Professionsidentität.
Der Beitrag schildert dabei auch einen eigenen Sinneswandel. Die Aufzählung der vielen Mediationen — Gemeinwesenmediation, politische Mediation, interkulturelle Mediation, Familienmediation — las sich vor zehn Jahren wie eine Ausdifferenzierung, die den Wesenskern an Prägnanz und damit an Wert verlieren lässt. Nach zahlreichen Mediationen in Organisationen beurteilt er das heute anders.
Die erwachsen gewordene Mediation, so sein Plädoyer, kann den konsequenten Fachbezug als Wegweiser für weiteres Wachstum nutzen.
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