Unterscheiden mit Sinn, Lust und Respekt
Mediation und Wissenschaft.
Karl Kreuser
In: Spektrum der Mediation, Ausgabe 46 · April 2012
Zusammenfassung
In Fachzeitschriften, auf Webseiten und in Diskussionen versuchen Vertreterinnen und Vertreter von Mediation, Coaching und Supervision regelmäßig, ihr Verfahren trennscharf von den Nachbardisziplinen abzugrenzen. Manche dieser Diskurse muten spitzfindig und überflüssig an — zugleich sind Grenzziehungen und Definitionen gelegentlich notwendig und hilfreich.
Karl Kreuser stellt deshalb die Frage nach dem Zugewinn. Ob eine Abgrenzung nützt, hängt davon ab, wer die Dienstleistung betrachtet. Die Streitenden selbst wollen weder Fachleute treffen noch Verfahrensdebatten führen; sie wollen ihr Problem in eine Lösung überführt haben. Andere Interessengruppen im Unternehmen haben wieder eigene Anliegen.
Der Kommentar ist als gedanklicher Anstoß gedacht: Solche Erörterungen lassen sich gewinnbringend führen — oder ideologisch ausschließend.
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